Stadtplan Leverkusen
03.04.2016 (Quelle: Piraten)
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PIRATEN fordern Umbenennung der Otto-Grimm-Straße


Dunkle Vergangenheit des ehemaligen Stadtdirektors

Der ehemalige Stadtdirektor Otto Grimm war laut aktuellen Recherchen angeblich überzeugter Nationalsozialist und möglicherweise sogar Kriegsverbrecher. (Nach §8 ff. Völkerstrafgesetzbuch werden Kriegsverbrechen in Zusammenhang mit einem bewaffneten Konflikt verübt. An welchem bewaffneten Konflikt hat Grimm teilgenommen?)
Die Piratenpartei Leverkusen fordert, dass sich die Stadt Leverkusen aufgrund der neuen Erkenntnisse distanziert und die nach ihm benannte Straße umbenennt.

Pirat Oliver Ding kommentiert: "Die Stadt Leverkusen hat Otto Grimm für seine Tätigkeit als Oberstadtdirektor ohne Kenntnis seiner Vergangenheit mit dem Ehrenring der Stadt sowie der Benennung einer Straße geehrt.
Diese Auszeichnungen müssen umgehend zurückgenommen werden. Der Name "Otto Grimm" muss schnellstmöglich von unseren Straßenschildern verschwinden. Wir schlagen vor, die Straße nach der Nazijägerin Beate Klarsfeld (verurteilte Straftäterin), dem verstorbenen Nazijäger Fritz Bauer oder dem amerikanischen Whistleblower Edward Snowden zu benennen."

Der Leverkusener Anzeiger berichtet, dass Grimm weit mehr als nur ein Mitläufer war und auch während und nach seiner Tätigkeit in Leverkusen eng mit ehemaligen nationalsozialistischen Mitstreitern in Kontakt stand. Entsprechende Belege entdeckte der ehemalige Leverkusener SPD-Fraktionsgeschäftsführer Mike Busse-Lepsius in Thüringer Archiven.
Im Rahmen der Entnazifizierung waren diese Akten leider nicht verfügbar, da sie im thüringischen Altenburg in der sowjetischen Besatzungszone lagen.

Die PIRATEN sagen: "Nationalsozialismus hat in Leverkusen keinen Platz".
Hier muss die Stadt aus Sicht der Piraten zeitnah handeln.



3 Meldungen, die sich auf diese Meldung beziehen:
10.10.2017: PIRATEN begrüßen Entnazifizierung des Straßenbildes in Leverkusen
04.12.2016: PIRATEN begrüßen Bürgerbeteiligung bei Umbenennung der Otto-Grimm-Straße
14.11.2016: PRO NRW entschieden gegen Umbenennung der Otto-Grimm-Straße

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Letzte Änderung am 03.04.2016 02:45 von leverkusen.
Bisherige Kommentare
Am 30.05.2016 um 21:35:38 schrieb Oliver Ding:
Die Prüfung bezieht sich auf den von Ihnen in Zweifel gezogenen Vorwurf der Kriegsverbrechen. Die Forderungen der PIRATEN nach Umbenennung hat jedoch auch ohne entsprechenden Nachweis Bestand, weil die Erkenntnisse dafür nach unserer Ansicht bereits ausreichen.

Am 06.05.2016 um 14:20:38 schrieb Klaus:
Lesen, Verstehen, Teil 2
"Die Piratenpartei Leverkusen fordert, dass sich die Stadt Leverkusen aufgrund der neuen Erkenntnisse distanziert und die nach ihm benannte Straße umbenennt." "Diese Auszeichnungen müssen umgehend zurückgenommen werden. Der Name "Otto Grimm" muss schnellstmöglich von unseren Straßenschildern verschwinden" In der Meldung ging es nicht um prüfen, sondern um mit Kosten für Anwohner und Steuerzahler verbundenem Handeln. Freut mich, dass Sie jetzt auf Prüfen umgeschwenkt sind.

Am 06.05.2016 um 13:59:01 schrieb Oliver Ding:
Lesen. Verstehen.
Es wurde nicht behauptet, er sei definitiv Kriegsverbrecher, aber irgendwann werden auch Sie möglicherweise die Bedeutung des Wortes "möglicherweise" entdecken. Wenn Rechercheergebnisse einen Zusammenhang aufstellen benennen, kann dies nicht einfach mit Verweis darauf, dass das aus einer Diktatur stamme, verworfen werden, sondern muss geprüft werden. Solange dies nicht falsifiziert ist, ist die Äußerung des Verdachts legitim.

Am 03.05.2016 um 21:56:21 schrieb Klaus:
Richtiig: Artikel lesen
1) Dass Grimm Mitglied der NSDAP gewesen ist hat niemand (auch er nicht) bestritten. Diese Mitgliedschaft war ALLEN bei der Einstellung, bei der Verleihung des Ehrenrings und bei der Straßenbenung bekannt. Die Mitgliedschaft war bei hauptamtlichen (Ober-)Bürgermeistern schlicht und ergreifend der Regelfall. 2) Außer, dass eine Diktatur Grimm als Verbrecher bezeichnet, ohne ein einziges Verbrechen zu benennen liegt bisher nichts vor. Es stände den Piraten (und anderen) gut an konkrete Verbrechen zu benennen

Am 03.05.2016 um 21:07:35 schrieb Oliver Ding:
Artikel lesen
In der ursprünglichen Pressemitteilung ist ein Artikel als Quelle verlinkt. Die Belege für die Verbindung zum Nationalsozialismus und die Einstufung als Kriegsverbrecher sind diesem Artikel zu entnehmen. Da die Akten selbst den Piraten nicht vorliegen, ist zunächst auf saubere Recherche zu vertrauen. Zudem sollte die Stadt die Akten selbst einer Prüfung unterziehen bzw. Wissenschaftler damit beauftragen.

Am 03.04.2016 um 20:40:56 schrieb Klaus:
Haben die Piraten die Akten geprüft? Nein
Warum wird Grimm dann mit Kriegsverbrechen in Verbindung gebracht?

Am 03.04.2016 um 20:36:36 schrieb Oliver Ding:
Auch wenn man sie mit Vorsicht genießen sollte, sollte man die Inhalte prüfen und nicht einfach deswegen wegwischen, weil sie zu unangenehmen Schlussfolgerungen kommen.

Am 03.04.2016 um 11:38:13 schrieb Klaus:
Was besagen Akten einer Diktatur?
Liebe Piraten,
Anhörungen einer Diktatur (in diesem Fall kommunistisch) darf man zur Kenntnis nehmen, sollte sie aber mit Vorsicht genießen. Zum Thema Kommunisten und Rechtsstaat sei der Fall Smolka empfohlen.

Am 03.04.2016 um 09:30:37 schrieb Oliver Ding:
Kriegsverbrechen?
Zitat aus dem KStA-Artikel: "In der damaligen Ostzone stufte man Grimm nach einer Anhörung als Haupt-Kriegsverbrecher ein, das belegen Akten."

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