Stadtplan Leverkusen
25.05.2000 (Quelle: Bayer)
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Grundsteinlegung der Neuen Konzernzentrale der Bayer AG


Aus den Ausführungen von Paul Hebbel (Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen)

( Es gilt das gesprochene Wort )

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Clement,
sehr geehrter Herr Dr. Schneider,
sehr geehrter Herr Jahn,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

der langsam zu Ende gehende Wonnemonat Mai macht im Jahr 2000 in Leverkusen seinem Namen alle Ehre. Nicht nur, dass wir an vielen Tagen die Sonne und den Frühling genießen konnten, sondern auch im sprichwörtlichen Sinne wird dieser Monat als ein äußerst erfreulicher für die Stadt Leverkusen in die Geschichte eingehen, dem am Ende nur das letzte Sahnehäubchen fehlte.

Zunächst will ich noch einmal an die großartige Saison der Fußballer des TSV Bayer 04 erinnern, die jetzt als Deutscher Vize-Meister in der kommenden Saison nicht nur den Namen Bayer, sondern auch den unserer Stadt, in alle Welt transportieren werden.

Für die Stadt ist dies hocherfreulich, zumal ein Stück Stadtwerbung mit so sympathischem Spitzenfußball verbunden ist, wie Bayer 04 ihn repräsentiert. Deshalb mein erster Dank an Sie, sehr geehrter Herr Dr. Schneider, dass Sie Spitzen- und Breitensport in Leverkusen in so herausragender Weise unterstützen, aber auch der Stadt Gelegenheit geben, damit Standortmarketing par excellence zu verbinden.

Wie wichtig diese Werbung für den Standort Leverkusen ist, haben die Stadtväter im Übrigen bereits erkannt, als es die Stadt Leverkusen überhaupt noch nicht gab. Niemand konnte sich wahrscheinlich damals vorstellen, welche Bedeutung der Bayer-Konzern im internationalen Wirtschaftsgeschehen eines Tages einnehmen würde. In einem Brief aus dem Jahre 1925 an Geheimrat Carl Duisberg wies der damalige Bürgermeister der Stadt Wiesdorf, Heinrich Claes, darauf hin, dass die Stadtverwaltung überlege, den Namen Wiesdorf mit Leverkusen, der Bezeichnung für den Standort des Bayerwerkes, zu kombinieren beziehungsweise Wiesdorf auch nur noch Leverkusen zu nennen. Claes wörtlich: "Das Letztere ist empfehlenswerter, da Leverkusen weltbekannt ist und somit die Stadt ohne weiteres populär wäre."

Hieran erkennt man, dass auch unsere Vorfahren den Nutzen des Bayer-Standortes für die Gemeinde schon sehr wohl gesehen haben. Fünf Jahre später wurde bekanntlich, nicht zuletzt dank der Eingemeindungsgelüste des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer in Richtung Schlebusch, die Überlegung des Wiesdorfer Bürgermeisters bereits Wirklichkeit. Die Stadt Leverkusen, flächenmäßig deutlich größer als die Stadt Wiesdorf, wurde gegründet. Welcher Imagegewinn heutzutage zusätzlich durch die weltweiten Sympathien für den Sport erzielt werden kann, konnten die Stadtväter vor siebzig Jahren natürlich nicht erahnen. Ich glaube aber, Herr Dr. Schneider, dies war Ihren Vorgängern im Werk damals ebenso wenig möglich.

Bei zahlreichen Gesprächen mit Presse, Funk und Fernsehen in den zurückliegenden Tagen wurde immer wieder das Verhältnis Bayer – Stadt angesprochen. Meine erste Antwort war dann immer auch ein Hinweis auf den heutigen Tag. Mit dieser Grundsteinlegung für die neue Konzernzentrale unterstreicht der Bayer-Konzern, obwohl längst als so genannter "global player" auf den Weltmärkten zu Hause, sein Bekenntnis zum Standort Leverkusen. Dies ist für uns hocherfreulich und überaus positiv zu werten.

Bayer bekennt sich mit dem Bau der Konzernzentrale nicht nur zu seiner Geschichte an diesem Ort, sondern für eine Zukunft von Bayer in Leverkusen. Leverkusen wird damit auch weiterhin als bedeutende Chemie- und Industriestadt in aller Welt bekannt bleiben.

Natürlich wird niemand die Änderungen wegdiskutieren können, die die neuen Rahmenbedingungen auch für den Standort Leverkusen mit sich gebracht haben. Wir werden uns daran weiter gewöhnen müssen.

Ebenso entbindet uns das Bekenntnis des Bayer-Konzerns zum Standort Leverkusen nicht von der Verpflichtung, unsere eigenen Anstrengungen zur Bewältigung des Strukturwandels fortzusetzen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir hier auf einem guten Weg sind.

Lassen Sie mich abschließend noch einmal auf einige Marketing-Aspekte zurückkommen. Jeder erinnert sich noch an die Aspirin-Verhüllung, deren Bilder um die ganze Welt gingen. Unzählige Menschen sind im Zuge dieser hervorragenden Verhüllung nach Leverkusen gekommen. Jedem ist auch bewusst, dass mit dem Abbruch des Hochhauses, das 1963 zum 100-jährigen Firmenjubiläum bezogen wurde und als Sitz der Hauptverwaltung das gegenüberliegende wunderschöne Gebäude Q 26 ablöste, eine städtebauliche Dominante Leverkusens verschwindet. Aber, ich bin überzeugt, dafür bürgt schon der Name Jahn, auch der neue Konzernstützpunkt wird ein solcher Anziehungspunkt für Leverkusen werden. Es wird sich exzellente Architektur mit historischer Industriearchitektur an dieser Stelle verbinden. Insofern, sehr geehrter Herr Dr. Schneider, will ich meinen Dank für die Symbiose zwischen Stadt und Bayer an dieser Stelle ausdrücklich noch einmal wiederholen.
Ich wünsche allen am Bau Beteiligten eine glückliche Hand, eine unfallfreie Bauzeit und Bayer Leverkusen – auch um unserer Stadt willen - für die Zukunft das Allerbeste.
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Letzte Änderung am 04.02.2011 22:35 von leverkusen.