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Neulich lief mir - nach langer Zeit - mein alter Kumpel Mick über den Weg.
Mick ist okay, obwohl er einfach grauenhaft engagiert ist. Schon als Kleinkind
hat er mit seinen Eltern Raketenbasen blockiert. Mick ist Müsli-Fan,
Mitglied bei amnesty, dem VCD, dem BUND und anderen menschenfreundlichen
Organisationen. Am liebsten bastelt er Transparente oder besetzt Schornsteine.
Kein Ökotop ist vor ihm sicher. Doch diesmal kam er mir ziemlich frustriert
vor. Auf meine vorsichtige Frage explodierte er: "Seidenwesten! Deutsche
Panzer in Jugoslawien! Wirtschaftspolitik à la Rexrodt! Und da soll ich
fröhlich bleiben?" Ich antwortete: "Schön, die
Grünen
mögen ein bißchen angepaßt sein, aber lies doch erst mal
POLITEIA. Und die handwerklichen
Pannen der Regierung sind in der Satire aufgespießt."
"Reaktionäres Geschreibsel!" schnaubte Mick. "Mag
sein", antwortete ich geduldig, "aber wenigstens bekommt die
herrschende Klasse kräftig einen aufs Dach." Mick betrachtete mich
mitleidig. Er durchschaute mich natürlich und wußte, daß ich
ihn nur erfunden hatte, um das POLITEIA-Vorwort zu füllen. Also nahm er
resignierend die Zeitschrift zur Hand und begann zu lesen. Was blieb ihm auch
anderes übrig ...
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