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"Wer beerbt den Dicken?" hatten wir in der letzten Ausgabe gefragt. Nun ist die Frage
beantwortet: Er selbst. Wie es dazu kam? Nun, kundenorientiert, wie wir nun mal sind,
bieten wir Erklärungen für jeden Geschmack: Die konventionelle auf Seite 3 und die
vermutlich wahre auf Seite 11. Apropos Dicker: Der hatte mal in einem seltenen Anfall
von Sarkasmus davor gewarnt, Deutschland dürfe nicht zu einem "kollektiven
Freizeitpark" verkommen. Das brachte ihm nicht nur eine "Unwort des
Jahres"-Nominierung ein (der deutsche Oscar für Betroffenheit), sondern geht jetzt
auch noch in erschreckendem Umfang in Erfüllung. In anderen Punkten schloß
Deutschland aber an das Weltniveau an: Richter und Staatsanwälte werden plötzlich
mutig wie in Italien, und in Teheran werden eben deswegen Haßgesänge auf
"Deutschland, den Agenten des Zionismus" angestimmt, worauf normalerweise die
USA abonniert sind. Ebenfalls auf Weltniveau wähnte sich einst die DDR, als sie in
den achtziger Jahren Siegfried Jähn als ersten Deutschen in den Weltraum schießen
ließ. Unserem kritischen Leser aus Brandenburg sei hiermit versichert, daß es nicht in
unserer Absicht lag, diese Pioniertat in unserem scheinbar so harmlosen
Weltraum-Artikel der letzten Ausgabe zu unterschlagen.
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