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Die Krise ist da. Wie anders ist es zu erklären, daß die Wähler in Hessen die Union
nicht abstraften, sondern sogar zulegen ließen? Offenbar ist man zwar mit
Waigel, Blüm & Co. nicht zufrieden. Aber für Experimente mit exotischen Parteien wie
etwa der Biertrinkerunion, der FDP oder der Trotzkistisch-Kommunistischen Partei
Deutschlands (4. Internationale) haben die Wähler derzeit keinen Nerv. Auch die
Politiker haben es begriffen. Jetzt droht sogar ein Energiekonsens, selbst auf die
Gefahr, daß 3000 Autonome ihr Lieblingsspiel, nämlich Vertretern des Staates
"gewaltfrei in die Fresse zu schlagen", in andere deutsche Landstriche verlegen müssen. In Leverkusen nahm ein anderes Drama seinen Lauf: Einige unbesonnene
Beamte dehnten die derzeitige Privatisierungswelle auch auf die Geldproduktion aus,
was angesichts der Leverkusener Finanzlage nur zu verständlich ist; aber wenn
schon der Euro Probleme bekommt, ist eine drastische Abwertung der Mende-Mark
kaum zu vermeiden - spätestens 1999. Auch die Redaktion raffte sich zu einem
Energiekonsens auf. Das Ergebnis haltet ihr in den Händen. Viel Spaß!
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