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Vielleicht ist dem Leser auch schon aufgefallen, daß in der Welt weniger geputscht
wird. Früher gab es Länder, in denen Jahre mit zwei Putschen ruhige Jahre waren.
Das ist vorbei. Einige afrikanische Staaten fallen noch aus der Rolle, aber im großen
und ganzen sind die Putschisten dieser Welt politikverdrossen. Verständlich. Denn ist
man erst mal an der Macht, gibt es viel Arbeit, aber wenig Ruhm: Die Opposition
unterdrücken, das verstimmte Ausland beschwichtigen, sich mit dem Währungsfonds
herumärgern usw. Auch der Wechsel an der POLITEIA-Redaktionsspitze war
selbstverständlich streng demokratisch (s. u.). Wer hält schon freiwillig für einen
chaotischen Haufen Redakteure den Kopf hin, so wie es Martin, dessen Zeit dafür nun
nicht mehr ausreicht, über mehrere Jahre mustergültig getan hat? Ruhm kann ein
Chefredakteur (der eigentlich eher Chefantreiber ist) nicht ernten, höchstens jede
Menge Ärger bei JU, CDU, SPD usw. MiWi ist jedoch sturmerprobt: manche Bayer 04-Fans kennen vielleicht noch seinen "Pillendreher", ein Fanzine, das er praktisch im
Alleingang produziert hat, bevor er auf den Gedanken kam, POLITEIA-Redakteur und
Polizist zu werden. Wir wünschen ihm alles Gute. Er kann's brauchen.
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