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Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten!

Das Megaereignis auf dem Marienfeld! Die JU war dabei!

Bilder vom Weltjugendtag

 

Die Freiwilligen-Messe in der BayArena

Am Sonntag, den 14.8.2005, war bereits in der BayArena die Eröffnungsmesse für die Freiwilligen. Die JU durfte auch hier helfen und hatte verschiedene Jobs. Neben dem Aufbau der Bühne, der Versorgung der Freiwilligen unter den Freiwilligen, der Verkehrsleitung der Busse und Pilger durften sich Marcel und ich uns um Erzbischof Rylko und den NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers kümmern. Erzbischof Rylko ist der Präsident des päpstlichen Rates für die Laien und zelebrierte die Messe. Von 16:00h an waren Marcel und ich voller Spannung. Nach der Bekanntmachung der Beiden ging es für Herrn Rüttgers, seine Bodyguards und Ansprechpartner und mich in Richtung VIP-Bereich. Mit seinen langen Beinen ist Herr Rüttgers übrigens wahnsinnig schnell, er begrüßte noch die Messdiener und schon lief er die Treppen hinauf. Einen Aufzug brauche er nicht, vergewisserte es uns. Oben angekommen hielt er noch ein Interview und dann lief er schon alten bekannten "in die Arme". Auf der Ehrentribüne warteten unter anderem bereits unsere CDU-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Ursula Monheim und unsere Bürgermeisterin Irmgard Goldmann.

Nach den einführenden Worten von Herrn Wenning, stieß auch der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG zu uns. Ich unterhielt mich übrigens ausgezeichnet mit den netten Leibwächtern der Beiden. Die La-Ola-Welle drehte ihre Runden und selbst die V.I.P.s machten mit. Eine tolle Stimmung! Nach der Messe hielt der Ministerpräsident noch einige Worte zu den Freiwilligen. Nach den Pressefotos liefen wir wieder nach oben, über die Treppe, woher auch sonst. Auf dem Weg wurde er noch das ein oder andere Mal interviewt und fotografiert, anschließend ging es in den Catering-Bereich. Dort traf ich auch ein paar JUler wieder, die ebenfalls ihren Job erledigt hatten. Nachdem die "wichtigen Persönlichkeiten" gespeist hatten, durften wir uns auch noch stärken. Ein netter Tag neigte sich dem Ende entgegen und alle Anwesenden waren sich sicher, dass die kommende Woche und das Wochenende auf dem Marienfeld richtig schön werden sollten.

 

Die Hinfahrt

Am Samstag ging es um 9:30h los. Mit einem Transit fuhren wir vom Opladener Bahnhof los, die Gewissheit im Gepäck, gleich werden wir Stau haben. Aber nichts da! Kein Stau, fast kein Verkehr! Ob wohl wirklich so viele Pilger kommen werden?!? Um 10:20h standen wir bereits auf dem Park&Ride-Parkplatz in Kerpen-Buir. Ein paar Paderborner hatten den Weg ebenfalls so schnell gefunden und wir machten uns auf. Der Ort ist zwar recht klein und beschaulich, die Bäckerei aber erstaunlich groß. Zunächst stand erst einmal Frühstücken auf unserem Programm. Anschließend gingen wir (ca. 20 JUler) wieder Richtung Parkplatz, auf dem noch weitere JUler warteten. Katharina Hillebrand und Frank Ehrlich organisierten dort schon den Shuttle-Service zur Burg Mödrath. Marcus Kitz verteilte mit seiner Frau Nancy die Volunteer-T-Shirts und die Pilger-Ausweise. Wahnsinn, wir sollten also auch einen Rucksack und so bekommen. Damit hatten wir nicht gerechnet.

Auf der Burg angekommen, begrüßte uns die Sinndorfer JU mit Hotdogs und Getränken. Super! Noch viel besser war unsere Unterkunft. Wir durften in den Büroräumen schlafen, mit Dach über dem Kopf und einer angenehmen Temperatur. Auch damit hatten wir nicht gerechnet!

 

Auf geht's!

Nach einer kurzen Lagebesprechung machten wir uns zum nahe gelegenen Mareinfeld auf. Nach ca. 20 Minuten waren wir schon da und suchten einen Ansprechpartner. Nach etwa 3 Stunden, richtig gelesen, 3 Stunden, hatten wir endlich jemanden gefunden, der uns helfen wollte und konnte. Zwischenzeitlich machten sich einige nützlich und packen bzw. verteilten die Pilgerrucksäcke. Anschließend aßen wir noch was im Volunteer-Zelt und warteten. Endlich war es soweit, wir hatten einen Auftrag bekommen. Unsere Aufgabe bestand aus zwei Teilen. 1. Wie kommen wir mit ca. 100 Leuten gemeinsam von Punkt A nach B. Danke Marcel und deinem Klappstuhl samt pinker Hand! 2. Menschenketten bilden und die Wege frei halten. Man hatte uns erzählt, dass der Papst genau die Straße benutzen wolle, die wir freimachen sollten. Haha, leider war dem nicht so. Aber trotzdem hatten wir sehr viel Spaß, die Pilger gifteten uns zwar manchmal an, aber eigentlich waren wir alle immer guter Laune.

 

Der Papst ist angekommen

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Nachdem der Papst dann endlich kam und auf dem Hügel angekommen war, übrigens, der war viel höher und gewaltiger als es im Fernsehen aussah, drängten alle Pilger nach vorne, wir mittendrin. Langsam hatte sich unsere Gruppe verloren bzw. in mehrere Gruppen aufgeteilt und wir halfen den Rettungskräften durch die Menge zu kommen. Zum beflügelten Wort wurde an diesem Abend das Wort "Kette". Einer rief es und alle hielten Ihre Hände den anderen Helfern zu. Echt klasse, wie gut das klappte. Zwischen unseren "Einsätzen" verfolgen wie die Feier mit Andacht und waren von der Atmosphäre total begeistert. Unvorstellbar. Die Stimmung war so friedlich, alle Pilger hatten bei der Essensausgabe Kerzen bekommen, die nun angezündet waren. Der Papsthügel war toll beleuchtet, Wahnsinn. Mit dieser Stimmung hatte ich so nicht gerechnet. Ihr merkt, ich hatte mit so vielem nicht gerechnet. Leider auch mit den fehlenden Sicherheitsvorkehrungen hatte ich nicht gerechnet.

Der Abend verging in einer rasenden Geschwindigkeit. Eigentlich merkte man die Zeit gar nicht mehr. Nach einer gewissen Zeit meldeten sich allerdings die Füße und Beine, so dass man wusste, es muss schon eine gewisse Anzahl von Stunden vergangen sein.

 

Die Nacht

Wir machten uns auf den Weg nach Hause. Es war mittlerweile richtig kalt geworden und wir alle waren sehr froh, dass wir nicht auf dem Feld oder dem Tennisplatz schlafen mussten. Auf der Burg angekommen, saßen wir noch etwas unter den Pavillons und quatschen über Gott und die Welt. Dies ist übrigens wörtlich zu nehmen. Alle waren begeistert.

Um Mitternacht mussten Kathi und ich noch unseren Bundesvorsitzenden Philipp Mißfelder in Buir abholen. Er war aufgrund einer Wahlkampfveranstaltung erst jetzt angekommen. Anschließend bequatschten wir noch in mehr oder weniger großer Runde die verschiedensten Themen und verschwanden um 2:30h Richtung Isomatte. Ich persönlich konnte nicht wirklich gut schlafen, da ein paar von uns Schnarchgeräusche von sich gaben. Um halb fünf mussten Kathi und ich eh wieder raus, da unser Bundesgeschäftsführer Georg Milde in Horrem angekommen war. Marcel Grathwohl, Georg und ich blieben nach unserer Ankunft im Transit, da die Bänke doch um einiges weicher waren als die Isomatte. Pünktlich um 6:15h krähte der Hahn und alle wurden langsam wach und munter.

 

Be-ne-det-to

Um 7:30h liefen wir wieder los, Teile des Marienfelds waren schon völlig überfüllt und wir hatten unsere liebe Mühe, zu unserem Standort zu kommen. Wieder bildeten wir Ketten und sollten Durchlasskontrollen durchführen. Nach einer gewissen Zeit wurde uns mitgeteilt, dass ein Teil der Gruppe auch im vorderen Bereich, also direkt am Hügel, helfen könne. Nach diesen Worten landete ich mit ca. 20 Leuten neben dem Chor. Wir sollten aufpassen, dass keiner den Hügel erklimmt. Von dort aus konnte man zum einen alles gut sehen und wir zum anderen konnten wir im Backstage-Bereich den Toilettenwagen benutzen. Dieser Vorteil war im Nachhinein nicht zu unterschätzen. Benedetto-Sprechchöre hörte man von allen Seiten, speziell bei der Fahrt des Papstes mit dem Papamobil zum Hügel. Das Gekreische bei einem Konzert eines Popstars ist zu vernachlässigen, hier wurde alles übertönt. Wahnsinn! Mit einer solchen Stimmung hatte ich trotz der Samstagsfreier nicht gerechnet! Nach der ergreifenden Messe verschwanden wir, das waren Kathi, Eva, Christiane und ich, durch den Backstage-Ausgang. Christiane hatte vor der Messe dort den Papst gesehen, sie kam gerade vom stillen Örtchen, dem Toilettenwagen. Und auch wir hatten Glück. Der Papst fuhr in seiner Limousine genau an uns vorbei. Ein behebendes Gefühl, welches man echt nicht erklären kann. Wir sind von dort weg gegangen und konnten es kaum glauben. Er, der heilige Vater, war an uns vorbei gefahren. Toll! Wieder ein Erlebnis, mit dem ich nicht gerechnet hatte!

 

Der Empfang mit Volker Kauder und Philipp

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Voller Beigeisterung kamen wir gegen 14 Uhr auf der Burg an, wir konnten es immer noch nicht glauben. Als Beweis zeigten wir das Papstbild in der Limousine. Nach einer Stärkung (die CDU hatte uns ein tolles Grillfest gesponsert) ging der "offizielle Teil" los. Philipp begrüßte alle Anwesenden. Im Besonderen begrüßte er Katharina Hillebrand, die uns das Ganze ermöglicht hatte, Volker Kauder als Generalsekretär der CDU-Deutschlands und Marcus Kitz, unseren Bezirksvorsitzenden. Nach den Statements der einzelnen wurde noch ein Gruppenphoto geschossen und dann hieß es langsam, auf Wiedersehen zu sagen. Wir hatten alle viel erlebt und nette Leute kennen gelernt. Ein tolles Wochenende ging dem Ende zu und alle fuhren nach Hause. Auch bei der Rückfahrt gab es wider erwartend keine Probleme (der Papst fuhr wohl noch einmal an uns vorbei, allerdings auf der Gegenfahrbahn) und um 19:00h war ich zu Hause.

Nun heißt es: JU hilft auch in Sydney! Wer mitfahren möchte, 2008 ist es soweit. Wir haben es uns fest vorgenommen!

Saskia Weis