Die Lions Cheerleader in Mannheim

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Die 7. Deutschen Cheerleader-Meisterschaften fanden am 8. März 1997 in Mannheim Rosengarten statt. Da es für uns ein langer Weg bis nach Mannheim war, und wir für diesen Tag fit sein wollten, haben wir uns darauf geeinigt, schon am 7. März (Freitag) zu fahren und in einem Hotel in der Nähe von Mannheim zu übernachten.

Also trafen wir uns am Freitag um 19.00 Uhr und warteten, bis wir vollzählig waren. Doch um 19.15 Uhr fehlte noch eine Person: unsere Trainerin. Demnach versuchten wir sie über ihr Handy zu erreichen, und hörten von ihr, daß sie im Stau auf der Autobahn steckte. Als es schon 21.00 Uhr wurde, kam dann auch unsere Trainerin Susan, dann wurden die Taschen in die Busse gepackt und los gings.

Während der Fahrt waren zuerst alle ziemlich ruhig, entweder müde, angespannt oder auch nervös. Doch das hat sich schnell geändert, und so wurde die Fahrt doch noch zu einem lustigen Ereignis. Es war jedem von uns klar, daß es unsere erste Deutsche Meisterschaft werden sollte, aber wir wollten auch Spaß haben. Als wir um 00.30 Uhr im Hotel angekommen sind, waren wir ziemlich geschafft; also hieß es nur noch "Ab in die Betten", denn für den bevorstehenden Tag brauchten wir unsere ganze Kraft.

Morgens wurden alle um 06.00 Uhr geweckt, entweder vom eigenem Wecker oder von den anderen. Es wurde schnell geduscht, manchen Mädchen mußten schon die Haare gemacht werden und dann sollte gefrühstückt werden. Doch leider war das Frühstück noch nicht fertig, als alle im Restaurant waren. Also haben wir schnell die Taschen gepackt, haben uns die Jogginganzüge angezogen und sind dann wieder zum Frühstück. Danach mußten wir schnell in die Busse, denn wir sollten um 08.30 Uhr am Rosengarten sein.

Am Rosengarten angekommen, mußten wir noch auf unsere Betreuerin des Veranstalters warten, und nachdem sie uns zwischen den anderen Teams gefunden hat, durften wir in unsere Umkleidekabine.

Wir mußten uns eine Kabine mit zwei anderen Teams teilen. Wir kamen alle gut miteinander aus und waren guter Laune. Die gute Laune nahm unsere Nervosität, die in jedem von uns steckte. Dann durften wir in die Halle, wo uns eine Stellprobe auf der Bühne erwartete. Doch die wurde nach einer Liste durchgeführt, also mußten wir warten, bis unser Team aufgerufen wurde. Jedem von uns war klar, daß von uns als Basketball-Cheerleader und als Repräsentanten von TSV Bayer 04 viel erwartet wurde. Bis wir auf die Bühne gerufen wurden, haben wir uns die Zeit vertrieben, indem wir uns die anderen Teams angeschaut haben. Wir fanden es schon lustig, die Mädels dort auf der Bühne zu sehen mit Lockenwicklern in den Haaren.

Um 12.00 Uhr wurden den Zuschauern alle Teams vorgestellt, und erst da entdeckten wir, daß auch unsere Fans aus Leverkusen schon angereist waren. Unser Auftritt war erst für 17.00 Uhr geplant und keiner wollte in dem Trikot rumlaufen. Unsere Betreuerin hatte für uns einen Phototermin um 15.00 Uhr arrangiert, also machten wir uns schon um 13.30 fertig, denn wir sollten gleich aussehen also auch gleich geschminkt sein. Nach dem Phototermin gingen wir noch ein paar Mal unser Programm durch und versuchten unsere Nerven zusammen zu raffen. Denn die Zeit war immer knapper und wir wurden immer aufgeregter.

Manchmal sind wir in einen Raum gegangen, wo uns ein Fernseher zu Verfügung stand, in dem wir die Geschehnisse auf der Bühne mit verfolgen konnten. Als es dann so langsam zu den MixedTeams kam, machten wir uns wieder fertig. Die anderen Mädchen haben die Kabine geräumt, damit wir uns in aller Ruhe auf den Auftritt konzentrieren konnten.

Als man uns aufrief, haben wir einen Kreis gebildet, unseren Spruch "Just do it" gebrüllt und auf gings.

Nach unserer Vorstellung sind wir schnell in die Umkleidekabine, erst dann erfuhren einige von uns, daß nicht alles so geklappt hat, wie es klappen sollte. Nur einige unserer Mädchen waren noch in der Lage sich die anderen Teams anzugucken.

Vielen Mädchen sah man die Müdigkeit an, doch sie haben noch mitgefeiert als sich die Jury zurückgezogen hat. Alle haben getanzt und gesungen und aus 36 Teams wurde ein großes Team. Bei der Siegerehrung gab es dann Tränen der Enttäuschung und Tränen des Glücks zusehen.

Von 6 MixedTeams gelegten wir den 5. Platz. Die Tränen waren groß, doch wenigstens haben wir jetzt etwas an Erfahrung gesammelt für die nächste Meisterschaft.

Auf der Rückfahrt wurde in einem Bus geschlafen und im anderen gefeiert, denn wir hatten unsere erste Meisterschaft hinter uns und freuen uns schon auf die nächste. Denn je öfter man dabei ist, desto besser kann man noch werden. Und wir wissen, auch wenn wir nicht gewonnen haben, daß wir das Publikum und unsere Fans zum Staunen gebracht haben.

Wir hatten unseren Spaß, sind uns allen etwas näher gekommen und das ist die Hauptsache!

Lidia Trojanowski


Martin Wingender | Emailadresse (97-06-03), Zurück zur Hauptseite