Spielbericht

Skyliners ging die Puste aus

Die Basketballwelt am Rhein kann durchatmen: Nach 5 Niederlagen in Serie konnten die Riesen vom Rhein im BBL-Spitzenspiel des Tabellendritten gegen der Vierten, die Opel Skyliners aus Frankfurt, mit 100:84 (42:49) endlich wieder einen Sieg landen. Schon bei der Mannschaftsvorstellung konnte man erahnen, was an diesem Nachmittag spielentscheidend werden sollte: Wegen diverser Verletzungen und Kranheiten konnte Stefan Koch nur acht Spieler ins Rennen schicken, von denen zudem noch zwei grippegeschwächt waren.

Der CoachTrotz des arg reduzierten Kaders hatte der Skyliners-Coach die Devise ausgegeben, Mann-Mann-Verteidigung zu spielen und keine schnellen und leichten Punkte durch Fastbreaks auszulassen. Calvin Oldham ließ seinerseits für den in letzter Zeit glücklosen Hansi Gnad Hrvoje Henjak in der Starting Five spielen. Wer glaubte, dies würde eine leichte Sache für die Bayer-Riesen werden, sah sich allerdings schon bald getäuscht: Die Frankfurter hielten (zunächst) gut mit und konnten die Führung über weite Teile der ersten beiden Viertel übernehmen. Die Bayer-Defense wies zu viele Lücken auf, die vor allem Tyron McCoy immer wieder nutzte (19 Punkte in der ersten Hälfte). Zudem zeigte sich wieder das schon bekannte Pech im Abschluss bei den Rheinländern. Der klare Vorteil in den Quoten (64% zu 43% Feldwürfe, 88% zu 63% Freiwürfe) dokumentiert klar, dass die 42:49-Pausenführung für die Skyliners völlig in Ordnung ging.

Allerdings zeichnete sich jetzt schon ein Problem für Stefan Koch ab, da mit Shields, McCoy und Maras drei seiner Leistungsträger bereits drei Fouls zu Buche stehen hatten. Tatsächlich gelang es dem Team von Calvin Oldham nun, Tyron McCoy unter Kontrolle zu bekommen. Wie die ersten beiden Viertel dem Zwölfer von Frankfurt gehörten hatten, war Abschnitt 3 und 4 die Zeit des Leverkusener Siebeners (John Best). Auch er erzielte hier 19 Punkte. Und gemeinsam mit Steven Hutchinson konnte man vor allem ihm den Willen zum Sieg anmerken. Das Leverkusener Publikum konnte aufatmen, denn endlich lief es auch von draußen wieder besser (7/11 Dreier gegenüber 3/10 in der ersten Hälfte), wenngleich Mike Hansen an diesem Tag nur einen seiner gefürchteten Schüsse aus der Distanz verwandeln konnte.

SaschaSo ging das dritte Viertel mit 31:15 klar an Bayer, woraus eine 73:64 Führung resultierte. Im letzten Abschnitt ließen sie die personell strapazierten Hessen noch mehr laufen, bei denen zu allem Unglück auch noch Jimmy Shields umknickte. Er musste sich den Rest des Spiels mit hoch gelegtem Fuß von der Auswechselbank aus ansehen. Auch der letzte Abschnitt ging mit 27:20 an die Bayer-Riesen.

Unterm Strich konnten die Leverkusener die Quoten dann auch noch freundlicher gestalten (50% zu 50% Feldwürfe, 83% zu 74% Freiwürfe). Beste Werfer bei Bayer waren Best (28 Punkte, 3 Dreier), Evans (23, 4 Dreier) und Lokhmanchuk (19, 2 Dreier). Hansi Gnad konnte in 15 Minuten Spielzeit immerhin 7 Rebounds holen. Bei Frankfurt scorten am Besten McCoy (26, 1 Dreier), Terdenge (20), Maras (17, 8 Rebounds) und Lütcke (12, 7 Rebounds).

Text: Martin Wingender; Fotos: Bayer 04, CeWeBe


Martin Wingender | Emailadresse (2001-01-06), Zurück zur Hauptseite